The armed man – A Mass For Peace

Frauenfriedenskirche, Sonntag, 3. Juli 2022, 17 Uhr
Zeppelinallee 101, 60487 Frankfurt

Die Zeit gebietet es, in der Kirche von und für Frauen und Frieden wieder für den Frieden zu singen. Die intensiv berührende und außergewöhnliche Messe von Karl Jenkins gewährt dem Zuhörer die Möglichkeit, den nicht enden wollenden Ruf nach Frieden – über alle religiösen Grenzen hinweg - zu hören und weiter zu tragen.

„The Armed Man - A Mass For Peace“ – des walisischen Komponisten Karl Jenkins ist eine Auftragskomposition, die unter dem Eindruck des Kosovo-Konfliktes im Jahr 2000 entstand und als Mahnung gegenüber kriegerischen Auseinandersetzungen eindringlich zum Frieden aufruft. Ausgehend von dem französischen Chanson „L´homme armé“ (der bewaffnete Mann) aus dem 15. Jahrhundert spiegeln sich in der Musik nahezu sämtliche Epochen der europäischen Musikgeschichte: Neben gregorianischen Themen und dem Gebetsruf des Muezzin (Adhaan) erklingen musikalische Zitate und Reminiszenzen der Renaissance und des Barock, Fanfarenklänge vermischen sich mit spätromantischen und modernen Musikstilen. Das Nebeneinander sorgt für effektvolle Kontraste. Ähnlich wie Benjamin Britten in seinem „War-Requiem“ setzt auch Jenkins in „The Armed Man“ eine Reihe verschiedener Texte zwischen die einzelnen Messesätze. Verse von Dichtern wie Malory, Dryden, Swift, Tennyson, Kipling, aber auch aus dem Koran und der altindischen Mahabharata tragen zur ergreifenden Darstellung des Hineingeratens in den Krieg und seiner schrecklichen Folgen bei. Nach der Uraufführung im Jahr 2000 in der Londoner Royal Albert Hall wurde „The Armed Man“ in England sehr rasch bekannt – heute zählt die Friedensmesse zu den weltweit am häufigsten aufgeführten zeitgenössischen Werken geistlicher Musik. 

Ausführende sind neben dem Chor und Solistinnen der Hochschule Sankt Georgen das Collegium Vocale Bad Homburg, ein Instrumental-Ensemble aus Studierenden und professionellen Musikern sowie der Muezzin Adem Hasanovic. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Dr. Helmut Föller. 

Der Eintritt ist frei, um eine Spende zugunsten der Ukraine wird gebeten! 


Das jeweils aktuelle Programm des podium finden Sie auch über folgenden Link:  http://marien-frankfurt.de/gemeindeleben/kultur/, Auskunft erhalten Sie auch über unsere Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Dauerausstellung:

„Kreuzweg hinter Stacheldraht“ mit Bildern von Lothar Zenetti in der Frauenfriedenskirche 

Der Priester, Dichter und Künstler Lothar Zenetti, von dem u.a. auch viele Texte der Gotteslob Lieder stammen, ist eng mit der Frauenfriedenskirche verbunden. Hier wuchs er auf, empfing die Taufe, Erstkommunion und Firmung und kehrte als Rentner wieder in die Gemeinde zurück.

Er malte als junger kriegsgefangener Seminarist schlichte, aber ausdrucksstarke Kreuzwegbilder auf zwei Wände der Lagerkapelle im „Stacheldrahtseminar“

Das Stacheldrahtseminar bei Chartres ist einer der seltenen Orte, der die deutsch-französische Versöhnung verkörpert. Im dortigen Kriegsgefangenenlager gründete Franz Stock nach dem 2. Weltkrieg ein Priesterseminar, in dem zwischen 1945 und 1947 rund 1.000 deutschsprachige Seminaristen auf ihre zukünftige Aufgabe in einem neuen Europa vorbereitet wurden. In dem ehemaligen Seminargebäude ist heute die „Europäische Begegnungsstätte Franz Stock Chartres“ beheimatet.

Diese besonderen Kreuzwegbilder von Lothar Zenetti hängen ab sofort, mit freundlicher Genehmigung als Daueraustellung, wenn keine Sonderausstellungen stattfinden, in der Taufkapelle der Frauenfriedenskirche. 

Die Pfarrei Frauenfrieden dankt der Abbé-Stock-Gesellschaft für die Erlaubnis die Reproduktionen ausstellen und zeigen zu dürfen.