Die Krypta der Frauenfriedenskirche ist wieder geöffnet

Seit fast drei Jahren ist die Frauenfriedenskirche nun schon wegen Renovierung geschlossen. Was als statische Ertüchtigung begann, wuchs sich zu einer Generalsanierung aus, mit all den unschönen Überraschungen, die bei einem solchen Vorhaben auftreten können. Am meisten Zeit haben vier Platanen gekostet, deren Wurzeln den gesamten Kirchenraum durchzogen. Bis die Bäume gefällt werden durften, ging ein ganzes Jahr ins Land. Jetzt aber wird auf Hochtouren gearbeitet und als erster sakraler Raum wurde die Krypta der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

Für die Farbgestaltung der Krypta war die Befundlage so gut, dass sowohl der Landeskonservator, als auch der Diözesankonservator einer Restaurierung der originalen Farbfassung von 1929 zugestimmt haben. Der Effekt ist erstaunlich! Der expressionistische Farbkanon wirkt bis in die kleinsten Details, die gereinigte und neu beleuchtete Pieta von Ruth Schaumann entwickelt ein ganz neue Präsenz und der neu gestaltete Tabernakel verstellt nicht mehr den Blick auf die Skulptur. Ein stimmiger Raum ist entstanden, der zur Andacht oder zur ganz persönlichen Stille vor Gott einlädt.

Die Krypta ist Dienstag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr geöffnet.

 
 
In der Kirche selbst hat man mit der Reinigung der riesigen Wandflächen begonnen. 7000 qm werden mittels Restauratorenschwamm gereinigt (ca. so groß wie ein handelsüblicher Küchenschwamm!). Gemeinsam mit der Restauratorin Frau Riek, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Diözesankonservator, Prof. Dr. Kloft, werden die Farb- und Putzbefunde analysiert und interpretiert. In den nächsten Wochen wird die Mosaikwand gereinigt. 
 
Wir rechnen nunmehr mit der Wiedereröffnung der Kirche am Sonntag, den 22. November 2020. Bischof Bätzing wird den neuen Altar weihen und damit die Kirche der Gemeinde "zurückgeben". 
 
 
 
 
 
Förderung der Sanierung der Kirche durch Lotto Hessen und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Am Donnerstag, den 12. September, überreichten Frau Gabriele Gillner, Vorsitzende des Ortskuratoriums Frankfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, und Frau Dagmar Grillo, Bezirksleiterin von Lotto Hessen, den Förderbescheid der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über 110.000 €. Mit diesem Zuschuß zur Sanierung der Frauenfriedenskirche sollen insbesondere die Regina Pacis und der bauzeitliche Putz in der Kirche restauriert werden. 
Frau Grillo erläuterte bei der Gelegenheit, wie soziale und kulturelle Projekte aus den Einnahmen von Lotto Hessen finanziert werden können. Frau Gillner gratulierte der Gemeinde und dem Freundeskreis Frauenfrieden zu ihrem Engagement, das bewiese, dass die Unterstützung an der richtigen Stelle ankäme.
Für die Gemeinde bedankten sich Pfarrer Joachim Braun, PGR-Vorsitzende Andrea Krawinkel und die Vorsitzende des Bauausschusses und des Freundeskreis Frauenfrieden e.V., Franziska Baumgartl, für diese besondere Förderung.


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5. Mai 2019:  Die Frauenfriedenskirche ist 90 Jahre alt !!
 
Am 4. Mai 1929 übergab der Arbeitsausschuss Frauenfrieden der Gemeinde Sankt Elisabeth in Frankfurt-Bockenheim die gerade fertiggestellte Frauenfriedenskirche und ihre Gemeinde- und Pfarrräume. 
Einen Tag später, am 5. Mai 1929, wurde die Frauenfriedenskirche feierlich von Bischof Damian Schmitt auf die Mater Dolorosa, die Schmerzensreiche Mutter  Christi, geweiht. 

 
Über Spenden zugunsten der Renovierung der Kunstwerke und Ausstattungsgegenstände freuen wir uns sehr: https://www.frauenfrieden.de/freundeskreis/spendenmoeglichkeit