Der Vortrag von Prof. Johannes Arnold widmet sich neben dem Wirken von Bernarda von Nell als Publizistin auch ihrer Herkunft sowie ihrem Verhältnis zu Oswald von Nell. 

In Zeitschriften wie den „Preußischen Jahrbüchern“ und „Hochland“ äußert sie sich zum Verhältnis von Weltanschauung und Kunst, streitet mit dem Theologen Adolf von Harnack über die anti-modernistische Enzyklika Pascendi Pius‘ X. und meldet sich in Sachen Frauenrecht zu Wort (zunächst gegen, dann für das Frauenstimmrecht). Die publizistische Tätigkeit wird ergänzt durch einen intensiven Briefwechsel mit zahlreichen namhaften Politikern und Wissenschaftlern ihrer Zeit. 

Bernarda von Nell ist eine Nachfahrin von Helene von Breuning, der Förderin Beethovens; ihr Vater war Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung von 1848; ihre Eltern wurden mehrfach von Kaiserin Augusta in die Koblenzer Residenz zum Tee geladen.

Ihre Briefe geben Einblicke in Oswald von Nells Kindheit und Studienzeit; so bittet sie einen potentiellen Förderer ihres Sohnes, er möge ihrem „philosophischen, aber im übrigen ziemlich ‚ungeleckten‘ Bären ein wenig Politur beibringen“.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch - der Eintritt ist wie immer frei. Spenden sind willkommen. 

 

Das jeweils aktuelle Programm des podium finden Sie auch über folgenden Link:  http://marien-frankfurt.de/gemeindeleben/kultur/, Auskunft erhalten Sie auch über unsere Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Jahresprogramm 2024 - Vorschau 

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Sonstiges 

Gelegentliche Ausstellung „Kreuzweg hinter Stacheldraht“ mit Bildern von Lothar Zenetti in der Taufkapelle der Frauenfriedenskirche (bitte erkundigen Sie sich zum nächsten Ausstellungszeitraum)


Der Priester, Dichter und Künstler Lothar Zenetti, von dem u.a. auch viele Texte der Gotteslob Lieder stammen, ist eng mit der Frauenfriedenskirche verbunden. Hier wuchs er auf, empfing die Taufe, Erstkommunion und Firmung und kehrte als Rentner wieder in die Gemeinde zurück.

Er malte als junger kriegsgefangener Seminarist schlichte, aber ausdrucksstarke Kreuzwegbilder auf zwei Wände der Lagerkapelle im „Stacheldrahtseminar“

Das Stacheldrahtseminar bei Chartres ist einer der seltenen Orte, der die deutsch-französische Versöhnung verkörpert. Im dortigen Kriegsgefangenenlager gründete Franz Stock nach dem 2. Weltkrieg ein Priesterseminar, in dem zwischen 1945 und 1947 rund 1.000 deutschsprachige Seminaristen auf ihre zukünftige Aufgabe in einem neuen Europa vorbereitet wurden. In dem ehemaligen Seminargebäude ist heute die „Europäische Begegnungsstätte Franz Stock Chartres“ beheimatet.

Diese besonderen Kreuzwegbilder von Lothar Zenetti hängen ab sofort, mit freundlicher Genehmigung als Daueraustellung, wenn keine Sonderausstellungen stattfinden, in der Taufkapelle der Frauenfriedenskirche.

Die Pfarrei Sankt Marien dankt der Abbè Stock Gesellschaft für die Erlaubnis die Reproduktionen ausstellen und zeigen zu dürfen.