Grundsteinlegung für den Bau der heute unter Denkmalschutz stehenden Frauenfriedenskirche war der 02.11.1927. Die Kirche wurde 1929 nach den Plänen des Stuttgarter Architekten Herkommer fertiggestellt. Der Kirchturm ist ca. 25 m hoch, die Kirche selbst 63 m lang und 23 m breit. Der Hochaltar liegt 2 m über dem dreigliedrigen, 18 m hohen Kirchenschiff; 15 breite Stufen führen zu ihm hinauf. Der Anbau links vom Hauptportal ist die Taufkapelle.

Draußen über dem Hauptportal schaut Maria, die Friedenskönigin, majestätisch und mahnend in die Welt, geschmückt mit der Palme des Friedens. Der Friedenskönigin zur Seite stehen große symbolische Gestaltungen des Krieges und des Friedens: Nacht , Trauer und Schwert (links), Sonne, Wolken und Palmen (rechts).

Das Sinnbild als Friedenskirche der Frauen wird des weiteren durch große Gruppen weiblicher Heiligengestalten um den Gekreuzigten im Altarbild des Hochaltars ausgedrückt. Unter dem Kreuz steht die von Friedrich Eberz gestaltete Schmerzensmutter (mater dolorosa) mit den sieben Schwertern. Das Opfermotiv hat in der Krypta besonderen Ausdruck gefunden in der Piéta von Ruth Schaumann. Die Krypta ist im Besonderen dem Gedächtnis der in den Weltkriegen Gefallenen geweiht. Den gleichen Sinn hat der Ehrenhof, der von der Kirche, den Räumen des Pfarrbüros und dem Gemeindehaus umfaßt wird. Die Säulen der Arkaden im Ehrenhof tragen die Namen vieler Opfer der Kriege.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch Spenden der Gemeinde zusätzlich ein Glockengeläute angeschafft und die provisorische Orgel ausgebaut. 1962 erhielt die Kirche den Schmuck schöner, moderner, von Joachim Pick, Frankfurt gestalteter Fenster und 1996 wurde schließlich die Orgel grundlegend saniert und erweitert, so dass die Kirche heute über eine großartige, wohlklingende Orgel verfügt.