Hedwig Dransfeld, die Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes, hatte die Idee zum Bau der Frauenfriedenskirche während des Ersten Weltkrieges entwickelt. Sie sollte eine zentrale Kirche zum Gedenken an die Gefallenen des Krieges und zum Gebet um den Frieden sein. Frauen aus ganz Deutschland hatten den Bau der Kirche ideell und finanziell unterstützt. Mehrere große Sammelaktionen sollten das Grundkapital sichern.

Die totale Geldentwertung von 1923 stellte die Verwirklichung des Vorhabens in Frage. Hedwig Dransfeld hielt jedoch unbeirrt an ihrem Plan fest.

Nach einer deutschlandweiten Ausschreibung unter Architekten (1927) wurde der Plan des Stuttgarter Kirchenbaumeisters Hans Herkommer ausgewählt, weil er Kirche, Gemeindehaus und Ehrenhof zu einem architektonischen Ensemble zusammenfasste. Die Frauenfriedenskirche wurde 1929 vollendet und eingeweiht.

Die Königin des Friedens an der Hauptfassade – geschaffen von Emil Sutor – galt zu ihrer Zeit als die größte Mosaikplastik der Welt. Im Innern betont die von Josef Eberz gestaltete Altarwand die Bedeutung der Kirche als eine Kirche der Frauen. In der Krypta befindet sich die Figur einer Pietá von Ruth Schaumann. Der angegliederte Ehrenhof hält die Erinnerung an die Toten des Ersten Weltkrieges wach. Die Namensliste wurde mit denen der Gefallenen des zweiten Weltkrieges ergänzt.

1944 wurde die Frauenfriedenskirche bei Bombenangriffen schwer beschädigt. Nach der Renovierung wurden aus Spenden der Gemeinde ein neues Geläute angeschafft und die Orgel ausgebaut. 1962 erhielt die Kirche neue moderne Fenster von Joachim Pick.

Im Mai jeden Jahres ist die Kirche in Frankfurt das Ziel einer Frauenwallfahrt für den Frieden. Jeden Donnerstag wird eine Frauenmesse in der gleichen Meinung gefeiert. Jeden Montag versammeln sich Frauen, um im Rosenkranzgebet den Frieden zu erbitten. 2001 entstand in Kooperation mit dem Caritasverband im Gemeindehaus das Wohnprojekt P.fiff für alleinerziehende Mütter.