Die Pfiff-Minis„Mein Leben wäre ganz anders verlaufen, wenn es Pfiff nicht gegeben hätte“, so Sarah eine ehemalige Bewohnerin im Frauenprojekt in Frauenfrieden. Wäre das Kind dann vielleicht gar nicht zur Welt gekommen? Im Pfiff finden schwangere Frauen, die keine Unterkunft haben oder sich verlassen und diskriminiert fühlen, Heimat und Unterstützung.

p.fiff ist die Abkürzung für das „Projekt Frauen in Frauenfrieden“, das auf Initiative der Gemeinde Frauenfrieden 2001 als Projekt gestartet wurde. In Kooperation mit dem Caritasverband wurden die Räume des Pfarrhauses als Wohnungen für fünf Frauen mit ihren Kindern eingerichtet: Zwei Zimmer mit kleinem Bad für jede Familie und Gemeinschaftsräume für alle.

Ein Team Ehrenamtlicher der Gemeinde begleitet die Frauen in Zusammenarbeit mit der Caritas, die dafür eine Hauptamtliche mit halber Stelle eingerichtet hat. Die Mitarbeiterinnen der Gemeinde haben Zeit zu Gesprächen und gemeinschaftsfördernden Angeboten, begleiten zu Ärzten und Behörden, sind Babysitter, wenn die Mutter mal Zeit für sich braucht.

Die Frauen bleiben in der Regel ein bis anderthalb Jahre in dieser Übergangswohnung. Ziel ist, dass sie selbständig als kleine Familie eine eigene Wohnung beziehen. Auch dann gilt: „Wir lassen Sie nicht alleine“. Das beginnt mit der Wohnungsbeschaffung und deren Einrichtung: Planung, Kauf und Montage der Möbel, Nähen von Gardinen u.v.m. Auf Wunsch schließt sich eine mehrjährig persönliche Begleitung in allen Problemsituationen an. Den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen ist es ein Anliegen, den ausgezogenen Familien weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Zur Begleitung zählt ebenso die Hilfe bei der Suche nach einem Kindergarten- oder Hortplatz, wie auch nach einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle für die jungen Frauen. Es ist ein sehr lebendiges Projekt. Im Laufe der 10 Jahre haben 50 Frauen mit 56 Kindern Hilfe und dadurch neuen Lebensmut gefunden.

Der ehemalige Bischof Kamphaus mit einem Pfiff-Bewohner